rotes NetzwerkkabelSpätestens, wenn sich Internetseiten nicht mehr zügig aufbauen und Downloads länger benötigen als gewöhnlich, stellt sich die Frage nach der Geschwindigkeit der Verbindung. Um zu überprüfen, welche Datenrate wirklich ankommt, kann via Internet ein DSL-Geschwindigkeitstest durchgeführt werden. Damit lässt sich eindeutig ermitteln, wie es um Ihre Internetverbindung bestellt ist – und ob Handlungsbedarf besteht.

Langsame Internetverbindung: Unterschiedliche Ursachen möglich

Entspricht das Ergebnis des DSL-Geschwindigkeitstests nicht den Erwartungen, sollten Sie sich auf die Suche nach der Ursache machen – die kann nämlich ganz unterschiedlicher Natur sein und muss nicht einmal auf das Konto des Anbieters gehen. Denn besonders bei einer klassischen ADSL-Leitung kann auch die Verkabelung innerhalb des Hauses die Ursache sein. Zur Übertragung werden herkömmliche Kupferleitungen verwendet, die einen elektrischen Widerstand besitzen. Je länger diese Leitung und je kleiner der Querschnitt ist, desto größer ist dieser Widerstand – was für eine Datenverbindung von Nachteil ist. Aus Kostengründen lässt aber besonders in Altbauten die Qualität dieser Leitungen oft zu wünschen übrig. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen einer Wohnung im Erdgeschoss und einer Wohnung im vierten Stock desselben Hauses. Für den Anbieter ist es unmöglich, diese Risiken im Vorfeld zu kennen und abzuschätzen. Oft zeigt sich erst nach der Schaltung, welche Geschwindigkeit sich technisch tatsächlich umsetzen lässt. Das gilt auch dann, wenn vorher eine Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt wurde. Dieser Check ermittelt nämlich nur, ob grundsätzlich Leitungen vorhanden sind, die sich für eine bestimmte Datenrate eignen.


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Leitung schnell und einfach testen: So funktioniert der Speedtest

Dabei funktioniert ein DSL-Geschwindigkeitstest nach einem einfachen Prinzip: Ein Datenpaket mit einer klar definierten Größe wird heruntergeladen. Die Dauer des Downloads wird gemessen und zur Berechnung der Geschwindigkeit herangezogen. Beim Test der Upload-Geschwindigkeit wird in derselben Weise verfahren, nur bewegen sich die Daten dabei in die andere Richtung. Ein solcher Test ist deshalb sinnvoll, weil die meisten Internetleitungen für Privatkunden asynchron sind: Damit ist gemeint, dass Up- und Downloadgeschwindigkeiten unterschiedlich groß sind. Das Ergebnis wird meist in Kilobit je Sekunde, kurz kBit/s ausgeben. Für technisch wenig versierte Nutzer ist das ideal, denn der Wert lässt sich mit den Angaben des Internetproviders zur Leitung vergleichen. Die Geschwindigkeit der Verbindungen wird zumeist in kBit/s oder MBit/s angegeben. Ist also von einer 50.000er Leitung die Rede, ist damit eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 MBit/s oder 50.000 kBit/s gemeint. Um abzuschätzen, wie lange für einen Download benötigt wird, ist dieser Wert allerdings wenig hilfreich: Die Größe einer Datei ist zumeist in Megabyte (MB) oder Gigabyte (GB) angegeben, eine genaue Umrechnung für den Laien nicht ganz einfach.

Glasfasertechnik macht hohe Bandbreiten möglich

Sollte sich herausstellen, dass eine höhere Geschwindigkeit mit der genutzten Technik nicht möglich ist, kann es sich lohnen, die Verfügbarkeit von VDSL zu prüfen. VDSL nutzt zumindest für eine Teilstrecke Glasfaserkabel zur Übertragung. Die Telekom baut das deutsche Glasfasernetz derzeit aus, besonders in Ballungszentren kommt die neue Technik schon zum Einsatz. Selbst wenn das Telefonnetz noch nicht mit den Hochgeschwindigkeitskabeln ausgestattet ist, könnte schnelles Internet möglich sein: Auch via Kabel ist die flotte Webanbindung verfügbar. Sowohl die Geschwindigkeiten als auch die Kosten sind mit einem Anschluss im Telefonnetz vergleichbar.

Schwaches WLAN: Routerstandort wechseln

Wenn die Leitung als solches aber nicht die Ursache für ein schlechtes Ergebnis beim Speedtest ist, kann der Fehler auch in den eigenen vier Wänden liegen: Ein ungünstig positionierter Router kann dafür sorgen, dass die Messwerte beim DSL-Geschwindigkeitstest sehr niedrig ausfallen, obwohl der Anschluss eigentlich vollkommen in Ordnung ist. Besonders WLAN ist anfällig für Leistungseinbrüche: Strahlt die Antenne des Routers in die falsche Richtung, kann das die Geschwindigkeit massiv drosseln. Auch ein ungünstig positioniertes, schnurloses DECT-Telefon kann die Geschwindigkeit beeinträchtigen. Scheint die Verbindungsgeschwindigkeit via WLAN die Ursache zu sein, sollte ein anderer Aufstellort getestet werden.

DSL-Geschwindigkeitstest überführt langsame Verbindungen

Ein DSL-Geschwindigkeitstest ist eine ideale Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit des eigenen Anschlusses zu überprüfen. Bei diesem Speedtest wird eine bestimmte Datenmenge übertragen und von einer Website wird die dafür benötigte Zeit gemessen. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, ist es deshalb ganz wichtig, im Hintergrund keine Downloads zu starten. Sollte der Anschluss sich als zu langsam herausstellen, kann sich der Wechsel zu einem Anbieter im VDSL-Netz lohnen. Doch auch via Kabel ist eine schnelle Übertragung möglich: Ein Verfügbarkeitscheck klärt die Machbarkeit!

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